Garnelen, Krebse, Schnecken oder Fische im Nano-Aquarium?

von KonstantinM · 0 Kommentare

Wer die Größe des Aquariums festgelegt hat, macht sich im gleichen Zug auch Gedanken über die Tiere in einem Nano-Aquarium. Nicht alle Lebewesen können darin gehalten werden. Auch die Anzahl der Tiere hängt vom Platz (gemessen in Liter) ab.

Garnelen im Nano-Aquarium

Gelbe ZwerggarneleFlickr.com / _oo Markus oo_

Gelbe Zwerggarnele

Garnelen sind wohl die beliebtesten Wirbellose, die in einem Nano-Aquarium gehalten werden. Die Zehnbeiner sind flinke Tiere. Einige bezeichnen sie sogar als Algenvernichter – denn Garnelen sind wahre Allesfresser, die organisch anfallenden Müll beseitigen (Ausscheidungen, Futterreste). Im Nano-Aquarium werden Zwerggarnelen gehalten, die selten eine Größe von 5 cm überschreiten. Zwerggarnelen sind beliebt, weil sie friedlich und gesellig sind. Zu vermeiden ist es Zwerggarnelen mit hektischen Fischen zu halten, da sich die Zwerggarnelen dann in Lücken und Pflanzen zurückziehen und man diese selten sieht. Damit hatte ich leider auch Erfahrungen. Ansonsten ist zu Garnelen zu sagen, dass sich diese während des Wachstums mehrfach häuten und dann gefährdet sind vor Fressfeinden. Die bekanntesten Arten von Zwerggarnelen sind Neocaridina und Caridina.

Krebse im Nano-Aquarium

Zwergflusskrebs

Zwergflusskrebs

Auch Krebse der Gattung Cambarellus (Zwergflusskrebse) können im Nano-Aquarium gehalten werden. Zwergflusskrebse machen sich nicht an Pflanzen zu schaffen und können daher gut in bewachsenen Aquarien leben, ohne den Aquaristik-Fan zu ärgern. Von der Größe her erreichen Zwergflusskrebse drei bis vier Zentimeter. Da die Krebse am Tag aktiv sind, lassen sich die Tiere tagsüber ideal bei ihrer Lebensweise beobachten. Zwergflusskrebse büchsen gerne aus – daher sollte das Nano-Aquarium abgedeckt und ausbruchssicher sein. Von der Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen ist abzuraten, da die Krebse den Garnelen nachstellen können – besonders wenn der Raum knapp ist. Ähnlich sieht es mit Fischen aus. Diese können schnell in den Scheren der Krebse landen, wenn sich letztere bedrängt fühlen.

Schnecken im Nano-Aquarium

Schnecke im AquariumFlickr.com / sapienssolutions

Schnecke im Aquarium

Es werden einige von euch eher langweilig finden, aber auch Schnecken können im Nano-Becken gehalten werden. Auch hier gibt es sehr schöne Exemplare (Formen und Verzierungen). Aber auch interessant sind diese (z.B. Raubschnecken, wie die Rennschnecke – Vittina coromandeliana). Guter Nebeneffekt vieler Schnecken: Sie reinigen das Aquarium von Resten und sorgen für ein gesundes, biologisches Gleichgewicht. Bei der Auswahl der Schneckenarten ist darauf zu achten, dass diese keine Pflanzen im Nano-Aquarium fressen.

Fische im Nano-Aquarium

Bei den Fischen ist Vorsicht geboten. Denn nur wenige Zierfische haben in einem Nano-Cube ausreichend Platz um angemessen zu leben. Als mögliche Fischart seien die Killifische (Zwergbarben) erwähnt. Da diese im natürlichen Lebensraum auch nicht an große Gewässer gewöhnt sind, haben sie in Nano-Becken ausreichend Spielraum. In einem 30 Liter Nano-Cube fühlen sich die Schwarmfische wohl. Weitere Fischarten für ein 30 Liter Nano-Cube wären: Moskitobärbling, Perlhuhnbärbling, Zwergblaubarsch, Zwergkärpflinge oder Zwergbärbling. Vor dem Kauf von “Nano”-Fischen sollte man sich auf jeden Fall informieren, ob der Fisch wirklich für ein Nano-Aquarium geeignet ist. Nicht allein die Größe des Fisches ist dafür ausschlaggebend, sondern die natürliche Umgebung in der der Fisch lebt!

Vergesellschaftung von Tieren in einem Nano-Becken

Ich bin Fan von Arten-Becken. Das heißt, dass nicht einfach x-belieges Tier in’s Becken kommt. Einige Lebewesen sind es gewohnt in Gruppen von 5 oder mehr zusammenzuleben – dazu zählen z.B. auch Garnelen. Möglich ist in einem Nano-Aquarium aber auch mehrere Arten zu halten. Als Faustformel könnte man nehmen:

  • Unter 15 Liter: nur eine Art
  • 15 bis 30 Liter: 2 Arten
  • >35 Liter: 3 Arten

Bei der Auswahl der Tiere ist es von Vorteil die Arten so zu wählen, dass sich ihre Wege selten kreuzen. Z.B. leben Raubschnecken hauptsächlich am/im Bodengrund. Fische sind meist im Mittelwasser anzutreffen und können daher gut vergesellschaftet werden. Mehr zur Anzahl und Vergesellschaftung von Fischen, Garnelen, Krebsen und Schnecken gibt es in einem späteren Teil meiner Anleitung.


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